Schöpfung von Arbatos (1)

Schöpfung von Arbatos (1)

Beim Sortieren einiger alter Dateien bin ich auf den Anfang einer Schöpfungsgeschichte von Arbatos gestoßen.
Doch Vorsicht! Die Geschichte ist weder ordentlich korrigiert noch redigiert – und zumindest der Anfang ist etwa vierzehn Jahre alt.

Hier ist also der erste Teil

 

Usil betrachtete seine Schöpfung – Arbatos – voller Stolz. Zufrieden wanderte er durch düstere Wälder, ausgedörrte Wüsten und über majestätische Gipfel. Nach einiger Zeit beschlich ihn ein seltsames Gefühl. Jeder neue Ort, den er erblickte, war erfüllt von Leben – sogar die im ewigen Eis erstarrten nördlichen Meere waren Heimat einer Vielzahl von Kreaturen geworden, an deren Erschaffung er sich nicht mehr erinnern konnte. Alle Wesen schienen in Gemeinschaften zu leben, nur er war alleine. Niemals würde er die Wunder seiner Welt mit jemandem teilen können.

Die wenigen vernunftbegabten Lebewesen, denen er auf seinen Wanderungen begegnete, bewunderten ihn zwar, boten ihm jedoch keinerlei Trost. Sie nannten sich Arbat und waren zufrieden mit ihrem einfachen, sorglosen Leben in einer Welt ohne Gefahren. Je länger er alleine blieb, umso unzufriedener wurde Usil und schließlich begann er sogar damit, seine Schöpfung zu zerstören, indem er monströse Kreaturen erschuf. Diese Dämonen verfolgten alles Lebendige und versuchten, es zu töten.
Für einige Zeit beobachtete Usil das grausige Schauspiel, das sich auf ganz Arbatos abspielte, doch bald schon langweilte ihn der Anblick und er schämte sich dessen, was durch seine Schuld aus der einstmals so friedlichen Welt geworden war. Um wenigstens einen Teil seiner Schöpfung vor der völligen Zerstörung zu bewahren, tötete er jeden einzelnen Dämon, den er finden konnte. Bei seiner Jagd entgingen ihm jedoch viele von ihnen und Usil begriff, dass Arbatos jetzt mit dem Makel des Bösen behaftet war. Nicht anders als das Gras, die Bäume und alles andere, das Usil erschaffen hatte, gehörten auch die Dämonen zu Arbatos. Sie wurden immer mächtiger und erschufen schließlich selbst Wesen, die ebenso bösartig wie ihre Schöpfer waren.

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